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Lage: 
von der Straße Reichenbach 
nach Beedenkirchen und 
von Beedenkirchen nach 
Balkhausen gut beschildert 
Zwei Riesen wohnten einst in der Gegend von Reichenbach, der
eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Als sie
Streit bekamen, bewarfen sie sich mit Felsbrocken. Der
Hohensteiner war im Vorteil, er hatte mehr Wurfmaterial. So kam
es, daß der Felsberger Riese bald unter den Blöcken begraben wurde; gelegentlich hört man ihn noch darunter brüllen. So wurde im
Volksmund die Entstehung des Felsenmeeres erklärt.

Der nördlich von Reichenbach oberhalb des Felsenmeeres gelegene Felsberg besteht aus Granit, mit einigen anderen Einschlüssen.
Infolge der Verwitterung im Laufe von Jahrmillionen, unter Einwirkung von Wasser, Frost und Pflanzen, ist besonders harter Grus
abgesprengt worden. Durch Auswaschungen fielen diese Brocken in einer Mulde von einem Kilometer Länge zusammen. Das ist die
wesentlich nüchternere Erklärung der Geologen für die Entstehung des Felsenmeeres.

Das Felsenmeer wurde schon in früher Zeit als Steinbruch genutzt. Deutliche Spuren haben die Römer am Felsberg hinterlassen, als
sie hier Werkstücke für Gebäude im Trierer Dombereich im vierten Jahrhundert n. Chr. bearbeiteten. Über 300 teilweise bearbeitete
Steine haben sie hier hinterlassen, besonders zu nennen sind die Riesensäule und der Altarstein. In andere teilbearbeitete
Steinbrocken hat man Formen hineininterpretiert, so z.B. die Riesenrutsche, den Riesensessel, die Tischplatte, den Riesensarg, das
Riesenschiff oder den Krokodilfelsen.

Die Arbeitsweise der römerzeitlichen Arbeiter läßt sich gut erkennen: In ausgepickelte breite Taschen oder in eine Nut wurden
Holzklötze eingesetzt, die durch Feuchtigkeit aufgequollen sind und so die gewünschten Stücke abgesprengt haben. In der
neuzeitlichen Bearbeitung verwendet man viel kleinere und enger gesetzte Keillöcher.

Während der höhergelegene Teil des Felsenmeeres durch die teilbearbeiteten Steine seinen besonderen Reiz hat, laden die kleineren
Geröllsteine in der zum Tal hinunterführenden Mulde zum Herumklettern ein. Gerade für Kinder ist das Felsenmeer ein attraktives
Ausflugsziel.

Erstellt am 23.04.97 von J.H.Müller 

 

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